05.01.11

Schlechtester Stay 2010: Sheraton Istanbul Ataköy

Ich hatte 2010 einen Aufenthalt von einer Nacht bis zu meinem Weiterflug. Tja es gibt nicht viele Kettenhotels am Flughafen Atatürk. Alternativen wären die zwei Holiday Inns in der Nähe des Flughafen gewesens, aber wer den Verkehr in Istanbul kennt, weiß dass auch zehn Autobahnminuten schnell 1 Autobahnstunde werden können. Ich wollte kein russisches Roulette spielen um meinen Flug zu verpassen und wählte das nächste Hotel das Sheraton Ataköy. Tripadvisor hatte keinen schlechten Review. Ich bin SPG Platinum und bekomme sowieso ein Upgrade. Eigentlich konnte da gar nichts Schlechtes passieren und so hatte ich um 190 Euro ein Standardzimmer reserviert. Nach meinem Flug aus Asien kam ich um 8 Uhr im Hotel an. Der Rezeptionist gab mir meinen Schlüssel mit dem obligatorischen SPG Einband "You've been upgraded".


Ich hatte ein Premier-Zimmer mit Club Zugang erhalten. Doch das Zimmer war ein Raucherzimmer. Ich bin kein militanter Nichtraucher, aber wenn in einem Raucherzimmer der Zigarrenrauch noch in der Luft hängt, dann ist es mir zu viel. Ich bat an der Rezeption um ein Nichtraucherzimmer. Der Rezeptionist meinte, das Hotel sei ausgebucht (ich habe keinen einzigen Gast gesehen) und er könne mir nur ein Standardzimmer geben. 


Vor dem Rebranding war das Hotel ein Crowne Plaza Hotel. Das merkte man in diesem Standard Zimmer extrem. Es waren noch die IHG Fernbedienung, Tastatur und Fernseher drinnen. Das Zimmer dürfte beim Rebranding nicht renoviert worden sein. Hier jetzt ein paar best of Bilder:










Diese Bilder möchte ich jetzt nicht kommentieren. Ich ging zur Rezeption um dort ein anderes Zimmer zu bekommen, doch der jetzt schon genervte Rezeptionist meinte, dass das Hotel eben ausgebucht sei. Ich habe noch immer keinen Gast gesehen und auch online war es noch verfügbar. Dann habe ich SPG Platinum Concierge angerufen, der wiederum meinte ich solle direkt mit dem Hotel sprechen. Das hatte ich ja getan und man hat mir nicht geholfen. Ich habe mich dann meinem Schicksal ergeben und die Nacht in diesem Zimmer verbracht. Einige Tage später habe ich nochmal bei SPG Platinum Concierge angerufen, der dann auch gleich mein Konto gesperrt hat. Nach einem weiteren Anruf bekam ich mein Konto mit den Punkten wieder frei. Als Kompensation für diese Nacht habe ich stolze 1000 Punkte bekommen. Für mich eine Lektion, dass SPG Platinum vor solchen Zimmern auch nicht schützt.

02.01.11

Intercontinental Wien

Ich wohne in Wien und das Intercontinental ist ein Hochhaus am Rande der City von Wien. Schon länger hatte ich die Idee Sylvester in einem hohen Zimmer zu verbringen und das Feuerwerk in Wien anzusehen. Das Hotel war jetzt für Wochen ausgebucht und ich wollte keine 400 Euro für ein Zimmer ausgeben. Als Royal Ambassador hätte man bei einer normal gebuchten Rate ein Zimmer freimachen müssen, aber das war mir doch zu viel Geld. Mit dem Handy Gadget von Priority Club war am Donnerstag ein Reward Zimmer zu 40 000 Punkten buchbar. Ok, was soll es, dachte ich mir, wenn ich beim Check-In ein schlechtes Zimmer bekommen hätte, dann hätte ich noch beim Check-In das Zimmer stornieren können. Vorsorglich habe ich noch am Donnerstag angerufen und mitgeteilt, dass ich gern ein Zimmer mit Aussicht in einem hohen Stockwerk hätte. Die Dame meinte, dass das Hotel ausgebucht sei (was auch nach meiner Buchung online auch der Fall war) und sie mich leider nicht auf eine Suite upgraden könnten, aber ein hohes Deluxe Zimmer sollte kein Problem sein. Beim Check-In war es dann wirklich ein Deluxe Zimmer im 10 Stock mit Blick auf den Stephansdom.


Der Check-In war sehr professionell und schnell. Die Priority Club Schlange war ohne Wartezeit. Die Managerin stellte sich vor. Mir wurden die Royal Ambassador Benefits mitgeteilt. Nett war beim Intercontinental in Wien, dass sie freie Minibar und das Upgrade auch bei einem Reward Stay gaben. Das Zimmer war dann zwar klein, aber im 10. Stock und was wollte ich mehr. Das Feuerwerk konnte ich sehen. 400 Euro wäre es mir nicht wert gewesen, aber ich muß sowieso mein Punkte Konto leeren. Man sollte ja nie zuviel Punkte am Konto haben, denn was macht man wenn IHG auf die selbe Idee wie Hilton kommt und die Punkte entwertet.




Um 10 bekam ich nach der halben Minibar Hunger. Der Roomservice war wirklich schnell. Also in einem vollen Hotel und zu Sylvester einen Clubsandwich in 15 Minuten zu bekommen ist echt eine gute Leistung. Um 12 war es dann soweit, das coole Feuerwerk startete.


01.01.11

Park Hyatt Tokyo

Tja dann fange ich mal den Blog mit dem besten Stay in letzter Zeit an: Das Park Hyatt Tokyo. Es ist das wahrscheinlich beste Stadthotel der Welt. Ok angekommen in der Shinjuku Station machte ich mich mal auf die Suche nach dem Shuttle Bus zum Park Hyatt Tokyo. Aufgrund doch einiger Sprachschwierigkeiten konnte ich die Busstation nicht finden. Ok, dachte ich und nahm den öffentlichen Bus. Der Bus brachte mich direkt vor das Hotel. Als ich ausstieg kamen sofort Hotelangestellte die Auffahrt hinuntergelaufen und halfen mir mit dem Gepäck. Die beschwerliche Suche nach dem Hotel war beim Checkin sofort vergessen. Die Dame beim Eingang begrüsste mich und begleitete mich an die Rezeption und schon im Lift zur Rezeption begann der Check-in. 

Das Park Hyatt Tokyo in den letzten Stockwerken
Sieht man mich winken?
Flott ging es durch den Hotelflur zum letzten Tower um dort an der Rezeption von einer neuen Mitarbeiterin begrüsst zu werden. Als Hyatt Diamond hatte ich ein Suite Upgrade gebucht und die Dame an der Rezeption sagte, sie würde mich gleich in die Suite begleiten und die Formalitäten am Weg erledigen. In der Suite angekommen war der Check-in eigentlich schon erledigt. Ich wollte noch wissen wo denn jetzt der Shuttle Bus zum Hotel bei der Shinjuku Station abfährt. Sie meinte, dass sie sich darum kümmern werde. Und dann war der Check-inschon vorbei und ich bekam meine echten Schlüssel (keine so billige Plastikkarte) zu meiner Park Suite. 100 Quadratmeter in Tokyo mit Aussicht über die ganze Stadt, nein man kann nicht besser wohnen.

Das Wohnzimmer der Suite
Nüchternes cooles Design
Minibar und Flatscreen im Wohnzimmer
Zwei Doppelbetten, ja das ist genug Platz für mich
Zwar keine Eckbadewanne, aber doch groß genug
Wohnzimmer
Floor Plan der Park Suite
Da ich nicht gestört werden wollte, hatte ich auf "do not disturb" an der Tür geschalten. Fünf Minuten später wurde ein Brief unter der Tür durchgeschoben, in der ein Plan des Shuttle-Busses war. Da ich schon länger durch Japan unterwegs war, brauchte ich ein Bügelbrett um meine Wäsche ein wenig faltenfrei zu bekommen. Das einzige Problem war, dass in der ganzen Suite kein Bügelbrett zu finden war. Gut, ich rief den Room-Service an. Gestoppte vier Minuten später läutete eine außer Atem seiende Dame an der Tür und gab mir das Bügelbrett. Also ich habe schon sehr viel guten Service gesehen, aber wenn Hotelangestellte für mich zu laufen beginnen, dann hatte ich schön langsam ein mulmiges Gefühl. Das beste des Hotels ist aber sicher seine Aussicht und kein Review über das Park Hyatt Tokyo kann ohne Fotos der Aussicht auskommen.
Fitnesscenter und Tokyo Rathaus
Der Blick auf Shinjuku Station
Tokyo bei Nacht
Tokyo Skyline
Die Gebäude vom Rathaus Tokyo
Wie schon erwähnt war der Service einzigartig. Das Housekeeping hat bei jedem Verlassen der Suite die Suite wieder in den Urzustand gebracht. Wie auf wundersame Weise sind alle Dinge und Gegenstände wieder an den angestammten Ort zurückgewandert. Als Hyatt Diamond bekam ich das Frühstück gratis. Ich habe es normalerweise im französischen Restaurant eingenommen, da man dort ein Buffet hatte und bestellen konnte. Auch das Frühstück vom Room Service war als Diamond gratis, das habe ich dann am letzten Tag ausprobiert und es war hervorragend.
Roomservice Frühstück
Die Bibliothek am Weg zur Rezeption
Kunst in der Hotellobby
Lobby
Man hat ja hier den Film Lost in Translation gedreht. Ich muß aber ehrlich sagen der Film ist zwar eine Komödie, aber bezüglich des Hotels entspricht er der Realität. Ein französischer Manager hat sich hier ausgetobt und mit tollem Personal ein wahnsinniges Hotel geschaffen. Für das ultimative Feeling von Lost in Translation sollte man in die New York Bar gehen. Aber aufgepasst, für Nicht-Hotelgäste kostet der Spaß 30 Euro für das Gedeck (auch wenn man nur einen Drink nimmt). Also das Fazit: Nicht ganz billig, aber wahrscheinlich eines der besten Hotels und sicher das beste Hotel in dem ich je war. 
Das Hochhaus von Shinjuku aus